17.-23. Juni: Zwar bieten wir keine speziellen Veranstaltungen während der Aktionswoche an, alle unsere Gruppenangebote haben aber verstärkt das Thema „Gemeinsamkeit“ im Fokus. Menschen mit Traumafolgestörungen sind hier besonders betroffen: Viele können aufgrund der psychischen Instabilität nicht regelmäßig arbeiten und sind aus finanziellen Gründen bei sozialer Teilhabe eingeschränkt. Bei durch Menschen verursachten Traumata fällt das Vertrauen in andere und das Eingehen von Beziehungen zu anderen schwer.
Besonders bei der „Gemüsegruppe“ und beim Wandern steht der Kontakt zu anderen im geschützten Rahmen im Fokus. Bei der diesjährigen Gemüsegruppe, die sich 1-2 Mal im Monat tritt, hat sich mttlerweile eine gute Gruppe aus 6 Frauen gebildet, die sich gut untereinander verstehen. Die Freude auf die Gruppe hilft, sich zum Kommen zu motivieren, selbst an nicht so guten Tagen.
Die Wandergruppe ist offener – normalerweise ein Mal pro Monat wandert diese in und um Kassel – Betroffene können sich hierfür unbürokratisch anmelden. Manche sind jedesmal dabei – es gibt aber auch immer wieder neue Gesichter. Beim Wandern kommt man mit dem Gehen fast automatisch miteinander ins Gespräch, die Gruppenleiterin achtet darauf, dass die Gespräche sich nicht um Traumainhalte drehen. Beim nächsten Termin am 10. August führt die Wanderung durch den Urwald Sababurg.
Beim Traumasensitiven Yoga und beim Klettern steht erst einmal die Aktivität im Vordergrund, aber auch hier gibt es gruppendynamische Prozesse und die Teilnehmenden agieren gemeinsam mit anderen. Beim Seilklettern ist allein schon durch das Bilden von 2er oder 3er Seilschaften – Klettern geht ja nur im Zusammenspiel mit Sichern -Interaktion notwendig. Beim Schnuppertermin für Traumasensitives Yoga am 26.06. gibt es noch 2 freie Plätze. Der Klettertermin im Juli ist fast ausgebucht – aufgrund der hohen Nachfrage gibt es ab August 2 Termine pro Monat.
Hier geht es zu den Infos zur Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“.