Seminare für Psychotherapeut*innen

Im Zentrum für Psychotraumatologie e.V. gibt es unterschiedliche Fortbildungsangebote. Einige sind auch für Psychotherapeut*innen ausgelegt.

In der psychotherapeutischen Begleitung von Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, gibt es neben der Methodenvielfalt auch eine Fülle von Themen, die sich an die Grundlagen der Traumatherapie anschließen. In den Vertiefungsseminaren werden diese Bereiche aufgegriffen.
Voraussetzung zur Teilnahme sind Grundkenntnisse der Psychotraumatologie in Theorie und Praxis.

 Anmeldung über fortbildung@traumazentrum-kassel.de

Veranstaltungsort: Zentrum für Psychotraumatologie e.V., Lange Str. 85, 34131 Kassel

Kosten: 180,-€

Vitae der Referentinnen finden Sie hier

Stabilisierdende Begleitung bei Menschen mit Selbstverletzendem Verhalten

Selbstschädigendes Verhalten ist meist Ausdruck größter Not. Selbstverletzungen wirken auf Helfer*innen häufig erschreckend, bringen den Betroffenen aber zumindest kurzfristig Entlastung. Im theoretischen Teil des Seminars werden verschiedene Erklärungsansätze für Selbstschädigung erläutert sowie die unterschiedlichen Problemebenen, die im selbstschädigenden Verhalten enthalten sein können. Wie erstellt man eine Problemanalyse und welche Veränderungsansätze resultieren daraus für die stabilisierende Begleitung? Im praktischen Teil werden Methoden eingeübt und ein Trainingsprogramm zur Modifizierung von Copingstrategien vermittelt.

Termin: 14.11.2025 (12-19.15h)
Referntin:
A. Pleschka

 

Geburt und Trauma

Alle Eltern wünschen sich eine reibungslose Geburt. In der Realität kommt es jedoch immer wieder – für Mutter und Kind – zu kritischen Situationen. Außerdem kann das Geburtserlebnis triggernd bei Frauen mit bereits vorhandenen Traumaerfahrungen wirken. Solche Situationen stellen für alle Betreiligten besondere Herausforderungen dar. Nach einem kurzen Einstieg über die Grundlagen der Psychotraumatologie behandelt dieses Seminar die psychotraumatologischen Besonderheiten rund um Geburt und Geburtshilfe. Es werden Reorientierungs- und Stabilisierungstechniken für Mütter, Väter. Babys und Fachpersonal vermittelt.

Termin: 27.09.25 (9.30-16.45h)
Referentin:
St. Müller

Leben in Krisen

Klient*innen suchen therapeutische Hilfe in Krisen, nach traumatischen Erfahrungen, Verlusten, schweren Erkrankungen. Oder sie leiden an den Folgen einer sehr belasteten Kindheit. Dann fühlt sich das Leben wie eine Dauerkrise an. Hier geht es um Begleitung in dem Prozess der Verarbeitung und der Neuorientierung. Gleichzeitig leben wir alle in einer Zeit der Krisen, Kriege und der Zukunftsängste. Dies belastet Klient*innen und Begleiter*innen gleichermaßen. Und natürlich erleben auch die therapeutisch Tätigen persönliche und private Krisen, in denen die Arbeit trotzdem weitergeht.

In diesem Seminar geht es um Bewältigungsstrategien, um hilfreiche und kritische Reflexionen und Erweiterung der Handlungskompetenz.

Termin: 17.10. 2025 (12 – 17h)
Referntin: Regine Land

Trauma und Sucht

Das Seminar greift folgende Themen auf:
– Suchtmittel zur Symptomlinderung bei PTSD und als Bewältigungsstrategie
– Welche Entzugssymptome treten beim Absetzen der unterschiedlichen Sustanzen auf?
– Polyvagaltherorie und Defensivkaskade als neurophysiologiesche Grundlage bei PTSD und Suchterkrankungen
Des weiteren werden aktuelle Methoden in der Suchttherpie, z.B. Sucherheit finden (Seeking safety von Najavits) angesprochen und Übungen, die sich im Klinikalltag bewährt haben durchgegangen.
Auch ist Platz für Fragen und weitere Übungen.

Wann: 25.09.26
Referntin: Dr. W. Voigt

 

Fallsupervision für Psychotherapeut*innen und Traumatherapeut*innen

Die therapeutische Arbeit mit Menschen, die frühe Traumaerfahrungen machen mussten / Kompflextraumatisierungen erlebten, erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und stabilen Grenzen. Wir brauchen Fachkompetenz und Mitgefühl, Geduld und gute Ideen, wenn der Prozess schwierig verläuft. Es ist eine erfüllende Arbeit, die allerdings nicht gut zu bewältigen ist, wenn der fachliche Austausch fehlt.
Im Zentrum für Psychotraumatologie können Sie in kleinen Gruppen (3-4 Personen) Ihre Fälle und Fragen vorstellen und fachkompetente Unterstützung bekommen.

Die Gruppe kann einmal besucht oder bei Bedarf fortgesetzt werden.

Termine: freitags, 15:00 – 17:00 Uhr. Die Gruppe startet, sobald drei Anmeldungen vorliegen.

Kosten: 60 € p.P. bei 3 Teilnehmenden

Referntin: R. Land