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Fachfortbildung 2020

Mehrstufige Fachfortbildung:
Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

Schwerpunkt: Traumazentrierte Fachberatung

(zertifiziert von DeGPT / FVTP)

Aufgrund der großen Nachfrage und des hohen Bedarfs an fachkompetentem Umgang mit traumatisierten Menschen, bieten wir eine mehrstufige qualifizierende Fortbildung an.

 

PDF-DownloadHier können Sie den Flyer für die Fachfortbildung 2020 herunterladen

 

Struktur der Fachfortbildung

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Aufgrund der großen Nachfrage und des hohen Bedarfs an fachkompetentem Umgang mit traumatisierten Menschen, bieten wir eine mehrstufige qualifizierende Fortbildung an.

Die Fortbildung gliedert sich in zwei Teile:

Ein Grundlagenmodul mit 4 Wochenenden, in dem theoretisches Basiswissen der Psychotraumatologie vermittelt wird. In den Praxisteilen werden Reorientierungs- und Stabilisierungsübungen vorgestellt und in der Gruppe geübt.

Das Aufbaumodul mit 3 Wochenenden richtet sich an psychosoziale Fachkräfte, die beratend tätig sind. Die Kenntnisse des Grundmoduls werden vertieft und erweitert, die psychotraumatologische Beratungskompetenz unter verschieden Aspekten geübt und in Supervisionseinheiten mit der Umsetzung im Berufsalltag verbunden.

Die Vertiefungsseminare (je 1 Thema) widmen sich speziellen Themen, die von den TeilnehmerInnen der Grund- und Aufbaumodule nach Bedarf und Interesse gewählt werden können.

Der Supervisionstag besteht aus einer Projektvorstellung und einer anonymisierten Fallvorstellung (beides jeweils mündlich und schriftlich).
Für TeilnehmerInnen, die das Zertifikat „FachberaterIn Psychotraumatologie“ erwerben wollen, ist die Teilnahme am Grund- und Aufbaumodul, sowie an mind. 2 Vertiefungsseminaren, dem Supervisionstag und dem Abschlusskolloquium notwendig.

Einen Einführungstag sollten jene InteressentInnen, die noch keinerlei Kenntnisse im Bereich der Psychotraumatologie haben, belegen.

Die Teilnahme am Austausch in Peer-Groups wird empfohlen.

Die Fortbildungsreihe kann bei entsprechender Voraussetzung auch als “Jahresgruppe” mit Abschlusskolloquium gebucht werden (siehe 
PDF-DownloadFortbildungs- und Geschäftsbedingungen).

Teilnahmebedingungen:

Kosten:
€ 65 für den Einführungstag
€ 250 / 360 pro Zwei-/ Drei-Tages-Seminar
€ 140 pro Ein-Tages-Seminar
€ 140 für das Abschlusskolloquium
Auf Kosten der Veranstalterinnen werden Getränke und ein kleiner Imbiss gereicht.

TeilnehmerInnen – Voraussetzungen:
Psychosoziale Fachleute wie  HausärztInnen, NotärztInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, HeilpädagogInnen, HeilpraktikerInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, KrankenpflegerInnen, Rettungs- und Einsatzkräfte, SeelsorgerInnen, ehrenamtlich Engagierte.

  • Einführungstag: offen für alle Interessierten
  • Grundmodul: für alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit traumatisierten Menschen arbeiten
  • Aufbaumodul und Zertifizierung: für Psychosoziale Fachkräfte, mit dreijähriger Berufserfahrung

Für Details siehe PDF-DownloadFortbildungs- und Geschäftsbedingungen.

Zeiten:
Zwei-Tages-Seminar: Freitag von 12-19h sowie Samstag von 10-17h (beim 3-Tages-Seminar kommt der Sonntag von 10-16h hinzu)
Ein-Tages-Seminar: Freitag von 12-19h
Einführungstag: 15-19h

Ort:
Zentrum für Psychotraumatologie Kassel e.V., Lange Str. 85, 34131 Kassel

Nähere Informationen:

Die Anmeldung ist über dieses Online-Formular möglich. Die genauen Fortbildungs- und Geschäftsbedingungen finden Sie hier.

Für das offizielle Curriculum der DeGPT klicken Sie bitte hier.

Einführungstag

PDF-DownloadAnmeldebogen Einführungstag 2020

  • Gewalt, Trauma und die Folgen
  • Unterstützungsmöglichkeiten in Beratung und Therapie

Referentinnen: R. Land, S. Schrader
Termine 29.11.19, 31.01.20
Uhrzeit: 15-19h
Kosten: 65,- €

– Für Interessierte ohne Vorkenntnisse
– Für Interessierte: Möglichkeit der Klärung von Fragen zur Fachfortbildung im Anschluss

Fortbildungs-Inhalte und Termine

PDF-DownloadAnmeldebogen Grund- und Aufbaumodul 2020

Grundmodul 
1. Grundlagen I
– Traumadefinition, PTSD
– Akuttrauma
– Neurobiologische Grundlagen
– Schutz- und Risikofaktoren
– Erprobung von Distanzierungs- und Reorientierungsübungen
Referentin: R. Land Termin: 28./29.02.2020

2. Grundlagen II
– Chronische Traumatisierungen und ihre Folgen
– Posttraumatische Diagnosen
– Neurobiologische Folgen von Traumatisierung
– Bindungsstörungen
Referentin: P. Heckel Termin: 27./28.03.2020

3. Beratungskompetenzen I
– Aspekte der Haltung in der Beratung traumatisierter Menschen
– Unterschiede im Vorgehen gegenüber anderen Beratungssettings
– Verschiedene Methoden / Techniken zu den einzelnen Verarbeitungsphasen
– Grundsätze der Stabilisierenden Begleitung
– Erste Basis-Methoden für die Stabilisierende Begleitung
– Wann Weitervermittlung zur Traumatherapie?
– Die wichtigsten Ansätze in der Traumaexpositionsbehandlung
Referentin: F. Bölt Termin: 08./09.05.2020

4. Gesellschaftliche Fragestellungen zum Psychotrauma – Selbstfürsorge zur Burnout-Prävention
Theorie und Selbsterfahrung
– Reflektion über Wertesysteme / Gut u. Böse
– Gewalt- Macht- Ohnmacht- Grenzen
– Umgang mit eigenen Grenzen
– Stress, Burnout, Mitgefühlserschöpfung
– Selbstfürsorgestrategien / Resilienz u. Ressourcen wahrnehmen und erweitern
Referentin: R. Land Termin: 05./06.06.2020

Aufbaumodul

5. Beratungskompetenzen II
– Vertiefung differentialdiagnostischer Aspekte komplexer Traumafolgestörungen
– Der Beratungsfokus und dessen Methoden jeweils für die versch. Ausprägungsformen komplexer PTBS
– Ausführliche Fallvignetten zu den einzelnen Ausprägungsformen
– Veränderungsansätze, Grundregeln, Stufenziele und die schwierigsten Themen der Stabilisierenden Begleitung: Umgang mit Alpträumen, Scham und Ekel, Schuldgefühle, Suizidalität, Ausstieg aus Täterkontakt
Referentin: F. Bölt Termin: 28.-30.08.2020

6. Traumarelevante rechtliche Grundlagen/Häusliche Gewalt
– Grundlagen des Rechtssystems: Straf-, Zivil-, Sozialrecht
– Opferschutz (Gewaltschutzgesetz, Strafrecht)
– Opferentschädigungsgesetz in Theorie und Praxis
– Rechte und Pflichten der Opfer und der BeraterInnen / TherapeutInnen
– Häufigkeit, Formen und Folgen häuslicher Gewalt
– Warum bleiben Menschen in einer Gewaltbeziehung?
– Interventionsstrategien, Gesprächsführung
Referentin: C. Igney Termin: 25./26.09.2020

7. Gesellschaftliche Fragestellungen zum Psychotrauma
Theorie und Selbsterfahrung
– Selbstfürsorge zur Burnout-Prävention
– Traumatheoretische Erkenntnisse für die Entstehung von Gewalt
– Täter- / Opfer-Wahrnehmung
– Transgeneration von Trauma / Kriegstraumatisierung
– Reflexion eigener Wertesysteme u. Arbeitshaltung
– Motivation zur Arbeit mit der Thematik Trauma
– Schuld – Verantwortung – Sinnfragen
– Achtsamkeits- u. Imaginationsübungen zur Selbstfürsorge
Ref: F. Bölt, R. Land Termin: 06./07.11.2020

Abschlusskolloquium
– Tagesseminar mit praktischem u. theoretischem Anteil

Vertiefungs-Seminare

PDF-DownloadAnmeldebogen Vertiefungsseminare 2020

Vertiefungsseminare 

Geburt und Trauma
– Kurzer Einstieg / Wiederholung zu Grundlagen der Psychotraumatologie
– Geburt / Geburtshilfe im Hinblick auf mögliche Traumaerfahrungen
– Reorientierungs- und Stabilisierungstechniken für Mütter, Väter, Babys und Fachpersonal
Referentin: St. Müller Termin: 12.06.2020

Flucht und Trauma
– Krieg und Flucht als Traumaursache und die Folgen
– Interkulturelles Arbeiten
– Arbeiten zu Dritt – Setting mit DolmetscherInnen
– Transgenerationale Weitergabe von Traumata – Hilfe für Kinder und Jugendliche
Referentin: S. Schrader Termin: 26.06.2020

Transgeneration und Trauma
– Beeinflussung der Generationen durch die beiden Weltkriege
– Flucht- und Vertreibungsschicksale aus der Vergangenheit und aktuell
– Transgeneration von Trauma innerhalb von Familiensystemen
– Intergenerationale Bewältigungsstrategien
– Weitergabe von Werten und Haltungen
– Diskussion über die Themen: Gut / Böse, Verantwortung / Schuld sowie Täter- / Opferdynamiken
Referentinnen: R. Land, F. Bölt, Termin: 15.08.2020

Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
– Besonderheiten der Traumaerfahrung bei Kindern und Jugendlichen
– Akuttrauma und Symptome der Kinder
– Trauma und Familie
– Folgen früher Traumatisierung und Vernachlässigung
– Symptome und Diagnostik
– Methoden und Möglichkeiten
Referentin: M. Challier Termin: 11./12.09.2020

Die Dissoziative Identitätsstörung als Folge systematischer Gewalt
– Grundlagenmodelle der Strukturellen Dissoziation
– Ausführliches DIS-Rollenspiel für die Erlebnisebene
– Die Entstehung einer DIS durch Abrichtung und Programmierung
– Die Folgen für den Lebensalltag
– Unterstützung und Grenzen beim Ausstieg aus komplexen Täterstrukturen
– An Fallbeispielen können zwischendurch Fragen erörtert werden
Referentin: S. Schramm Termin: 17.10.2020

Stabilisierende Begleitung bei Menschen mit Selbstverletzendem Verhalten
– Verschiedene Erklärungsansätze für Selbstschädigung
– Die unterschiedlichen Problemebenen, die sich im SVV zeigen
– Erstellung einer Problemanalyse für das SVV
– Die daraus resultierenden Veränderungsansätze in der Stabilisierenden Begleitung
– Übungen und Anleitung für ein Trainingsprogramm zur Modifizierung von Copingstrategien
Referentin: F. Bölt Termin: 23.10.2020

Neurobiologie und Trauma
– Hirnentwicklung und Plastizität des Gehirns und die unterschiedlichen strukturellen Veränderungen des Gehirns bei komplex traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
– Veränderungen des Vegetativen Nervensystems durch Trauma aber auch durch Bindungsstörungen bei Kindern
– Das Schmerzgedächtnis des Körpers
– Gedächtnisstörungen bei Traumata
– Welche Rolle spielt die Psychoedukation über neurologische Veränderungen bei den Betroffenen, was kann sich auch durch die Therapie ändern?
Referentin: P. Heckel Termin: 13.11.2020

Möglichkeiten der unterstützenden Körperarbeit in der Beratungssituation
– Welche körpertherapeutischen Methoden eignen sich für welches Setting (Unterschied Beratung versus Psychotherapie)?
– Sicherheit gebende und stabilisierende körperorientierte Angebote kennen lernen
– Ressourcen stärkende und „alltagstaugliche“ Angebote in der Beratung und für KlientInnen in Eigenanwendung
– Eigene körperliche Übertragungs- und Gegenübertragungsmomente wahrnehmen und damit umgehen lernen
Referentin: R. Nussgräber Termin: 20.11.2020

Sekundärtraumatisierung
– Das Risiko der Angehörigen helfender und sozialer Berufe
– Welche persönlichen Faktoren begünstigen die „Ansteckung“
– Persönliche Risikofaktoren
– Symptome der Sekundärtraumatisierung im Unterschied zu Symptomen eines Burn-outs
– Prävention und Selbstfürsorge
Referentin: S. Schrader Termin: 27.11.2020

Vorankündigung für 2021:
– Kognitive Beeinträchtigung und Trauma
– Jungen / männliche Jugendliche

 

Supervisionstage

Termine:
– 27.06.2020
– 24.10.2020
– 21.11.2020