Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel berät Betroffene
#schweigenbrechen

Die meisten Beratungen im Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel nehmen Frauen in Anspruch, die als Erwachsene oder Kind in Partnerschaft oder Familie Gewalt erlebt haben. Die Anzahl der Frauen, die akut Gewalt in der Partnerschaft erlebt haben und deshalb bei uns zur Beratung kommen, ist 2021 noch mal deutlich gestiegen. Auch deshalb unterstützt das Zentrum die Initiative #schweigenbrechen des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen anlässlich des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November, der jährlich und weltweit Gesellschaften und Staaten an ihre Pflicht erinnern will, Frauen und Mädchen zu schützen.

Frauen, die es schaffen, sich aus Gewaltbeziehungen zu befreien, leiden oft jahre- oder auch lebenslang unter Traumafolgestörungen. „Die Frauen, die zu uns kommen, haben häufig schon den Absprung aus der Beziehung geschafft und sich in Sicherheit gebracht“, so Dorothea Grodd, Vorstand des Zentrums für Psychotraumatologie e.V. Sie suchen Hilfe, um mit den Folgesymptomen, wie Ängsten, Alpträumen und Flashbacks umgehen zu können. Die Berater*innen des Zentrums helfen hier mit Orientierungsberatung und Informationen über Trauma und die Folgen sowie stabilisierender Begleitung – eine wichtige Unterstützung, um die langen Wartezeiten auf einen Therapieplatz bei den wenigen traumaspezifisch weitergebildeten Psychotherapeut*innen zu überbrücken.

Beratungstermine im Zentrum für Psychotraumatologie e.V. können telefonisch unter 0561-9219506 oder per Mail unter beratung@traumazentrum-kassel.de vereinbart werden.

Frauen in Gewaltbeziehungen finden rund um die Uhr Hilfe beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800 0116016

Das Kasseler Frauenbündnis ruft zu einer Demo am 25.11.2021 auf. Diese startet um 17:30 Uhr am Stern, führt voraussichtlich durch die Fußgängerzone, die Friedrich-Ebert-Straße über den Platz der Elf Frauen und endet gegen 20:00 Uhr in der Goethestraße 37. Für eine Aktion sollen Tücher und ein Windlicht mitgebracht werden. Es gelten die vorgeschriebenen Corona-Regeln.